MAN und Voith wickeln Zahlungsversprechen mit BNP Paribas und LBBW digital ab - BNP Paribas Deutschland
BNP Paribas Deutschland Presse & News
""
Dezember 18, 2019 - ,

MAN und Voith wickeln Zahlungsversprechen mit BNP Paribas und LBBW digital ab

Einem Freund weiterleitenEinem Freund weiterleiten DruckenDrucken

Gemeinsam mit ihren Industriekunden MAN und Voith haben die Banken BNP Paribas und LBBW weitere Fortschritte bei der Digitalisierung von Handelsgeschäften auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) erzielt: Sie wickelten bei vier Transaktionen die Zahlungsversprechen digital über das Trade-Finance-Netzwerk Marco Polo ab, das die Blockchain-Technologie Corda von R3 nutzt. Damit stellten sie die Multibankenfähigkeit der Plattform unter Beweis.

Bereits zum sechsten Mal haben damit europäische Banken die internationale Marco-Polo-Plattform genutzt, dabei erstmals in dieser Konstellation. Dabei kam die Distributed Ledger Technologie zusätzlich zum herkömmlichen Verfahren zum Einsatz, um die Plattform in unterschiedlichen Situationen zu testen und so in Richtung Produktionsreife weiter zu entwickeln.

Aus diesem Grund führten die Banken und Unternehmen gleich vier Transaktionen mit jeweils unterschiedlicher Rollenverteilung aus: Sowohl MAN als auch Voith agierten einmal als Käufer und einmal als Verkäufer. Ebenso traten BNP Paribas und LBBW je einmal als Importeurs- und einmal als Exporteursbank auf. Bei den gehandelten Gütern handelt es sich um Kupplungen beziehungsweise Dieselmotoren und Vakuumpumpen. Die Bestell- und Lieferdaten dieser Geschäfte wurden zwischen den Unternehmen über das Marco-Polo-Netzwerk vereinbart und das Zahlungsziel durch ein bedingtes Zahlungsversprechen („Payment Commitment“) der Bank des Käufers abgesichert. Nach erfolgter Lieferung wurden bei allen vier Transaktionen die dazugehörigen Lieferdaten in das Netzwerk geladen, automatisch gegen die bereits abgestimmten Daten abgeglichen und damit eine unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung der Bank des Käufers ausgelöst. Der gesamte Informationsfluss wurde dabei über die Blockchain-Plattform Corda von R3 effizient und nachvollziehbar abgebildet. Alle beteiligten Parteien konnten dabei die Handelsdaten gleichzeitig über digitale Knoten einsehen.

Mit dem erfolgreichen Einsatz bei diesen vier Transaktionen hat die Marco-Polo-Plattform ihre Multibankenfähigkeit unter Beweis gestellt. Damit bietet sie insbesondere für große Unternehmen die Möglichkeit, ihre Handelsgeschäfte mit allen Hausbanken vollständig digital über eine einheitliche Infrastruktur darzustellen. Marco Polo strebt eine direkte Anbindung an die Steuerungssysteme der Kunden („ERP-Integration“) an, um ihnen einen nahtlosen End-to-End-Prozess anzubieten. Das Netzwerk wird um weitere Banken und Teilnehmer aus der Transport- und Versicherungsbranche erweitert, um die gesamte Wertschöpfungskette im Außenhandelsgeschäft digital abbilden zu können.

„BNP Paribas legt großen Wert darauf, bei Innovationen führend zu sein. Hierzu zählen auch die Anwendungen der Blockchain-Technologie, insbesondere als aktives Mitglied des Marco-Polo-Netzwerks. Der erfolgreiche Einsatz des Payment-Commitment-Moduls der Marco-Polo-Plattform durch zwei Großunternehmen und ihre beiden Banken zeigt die Vorteile der Distributed Ledger Technologie bei Handelstransaktionen in Sachen Transparenz, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Digitalisierung. BNP Paribas bietet ihren Kunden innovative Lösungen im Trade-Finance-Umfeld an und baut dieses Angebot fortlaufend aus“, sagt Frank Vogel, CEO Corporate and Institutional Banking Germany bei BNP Paribas.

„Die LBBW sieht in der Blockchain-Technologie großes Potenzial, um ihre Produkte und Dienstleistungen für Kunden zu verbessern, und setzt bei der Anwendung dieser Innovation im Auslandsgeschäft auf Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Rahmen des Marco Polo-Netzwerks. Die gelungene Zusammenarbeit mit BNP Paribas, Voith und MAN hat erneut gezeigt, wie sehr die Distributed Ledger Technologie die Prozesse bei Handelsgeschäften beschleunigen und vereinfachen kann. Wir haben bei dieser Transaktion wertvolle neue Erkenntnisse gewonnen und sind unserem Ziel, die Technik für unsere Kunden baldmöglichst auch produktiv nutzbar zu machen, wieder ein großes Stück nähergekommen“, sagt Matthias Heuser, Leiter International Trade and Payment Solutions bei der LBBW.

Die offizielle Pressemeldung finden Sie hier.